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Tierschutzwidriges Zubehör

Oft bieten Tierhandlungen noch immer Zubehör an, das den Tieren mehr schadet als nützt.
Viele Tierbesitzer sind sich dessen nicht bewusst und hören auf den Rat der Tierhandlung.
Wir möchten Ihnen Zubehör vorstellen, das sie vermeiden sollten und erklären Ihnen wieso.

Einen Informationszettel mit mehr Informationen findet Ihr im Download-Bereich.

Joggingbälle/Hamsterkugel

Laufkugeln aus Plastik werden leider gerne noch empfohlen als Auslaufvariante für den Hamster. Die Joggingbälle können halb offen sein, komplett geschlossen oder mit Ständer angeboten werden.

Durch die Bewegung des Tieres beginnt die Kugel zu rollen. Der Hamster kann sich nicht von alleine befreien und wird zur Bewegung gezwungen. Er ist großem Stress ausgesetzt und durch die schlechte Belüftung kann es zu Atemnot kommen. Die Tiere können sich in solchen Hamsterbällen sehr schwer verletzen, z.B. durch Anstoßen an Möbeln, Herunterfallen der Treppen etc.

 

Ungeeignete Laufräder

Ein Laufrad muss auf einer Seite komplett geschlossen sein und sollte eine durchgehende Lauffläche haben. Bei Metalllaufrädern bzw. Laufrädern mit Sprossen besteht ein hohes Verletzungsrisiko durch Einklemmen der Gliedmaßen. Die Größe spielt auch eine sehr wesentliche Rolle bei der Wahl des richtigen Laufrades. Ein zu kleines Laufrad kann zu einer schmerzhaften Wirbelsäulenverkrümmung führen. Für kleine Nagetiere ist das Wodent Wheel empfehlenswert (erhältlich bei www.rodipet.de). Beim Annagen splittert es nicht wie handelsübliche Plastiklaufräder, außerdem ist es leise und ungefährlich.

 

Hamsterwatte/Nagerbett

Es kommt nicht selten vor, dass ein kleines Tier ein Bein verliert durch Hamsterwatte, da diese Watte Fäden zieht, die ein Bein abschnüren können. Ein Hamster kann sich außerdem durch die Watte die Backen verstopfen oder verschlucken (keine Hamsterwatte ist vollverdaulich!). Bieten Sie daher anderes Nistmaterial an, wie Heu oder unparfümiertes und unbedrucktes Küchenrollenpapier, Klopapier und Taschentücher.

 

Röhrensysteme

Diese Systeme werden gerne mit Hamsterbehausungen angeboten, jedoch stellen sie auch eine Gefahr dar. Sie werden nicht richtig belüftet, es kann zu Pilz- oder Schimmelbildung kommen, sie können angenagt werden und sind für die meisten Tierarten viel zu  klein. Verwenden Sie statt Plastikröhren lieber Papp-, Bambus-, Kork- oder Tonröhren.

Was sonst noch nicht in einen Käfig gehört

  • parfümiertes Streu, Käfigdeo: führt zu Stress und zu Atemwegs- und Hautreizungen!
  • Plastik: Gelangt es in den Magen oder Darm kann es im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen!
  • Gitteretagen: kein Tier geht gerne auf Gitter, Verletzungsgefahr!
  • Häuser und Spielzeug mit zu kleinen Öffnungen: Gefahr des Steckenbleibens!
  • Futterraufen ohne Abdeckung stellen für alle Tierarten eine Gefahr dar, da sich die Tiere darin verfangen können.   Foodballs sind für Hamster und Mäuse ebenso gefährlich.
  • Leinen bedeuten vor allem für Fluchttiere großen Stress!
  • Auslauf im Garten: Für Hamster, Mäuse, Degus etc. ist der Auslauf im Garten unter Umständen sehr gefährlich. Das Tier kann schnell entwischen oder von Fressfeinden geortet werden. Kaninchen und Meerschweinchen genießen allerdings gerne einen Auslauf auf einer Wiese, wenn sie entsprechend mit Zäunen geschützt werden.
  • Holz: harzendes Holz kann den Tieren sehr schaden!
  • Kein Katzenstreu für Nagetiere!
  •  Kein Zucker und Honig! Bitte bei einem neu gekauften Produkt immer die Zutaten beachten.
  • Keine Nagersteine. Mineralsteine oder Salzlecksteine anbieten, da unnötig!