Tumore
Was sind Tumore?
Als Tumore (Neoplasien) bezeichnet man die Zunahme von Gewebevolumen. Das Wort Tumor sagt aber nichts über die Ursache oder die Art aus, daher gibt es verschiedene Unterteilungen.
Zum einen unterscheidet man gutartige (benigne Tumore) und bösartige (maligne) Tumore. Und zum anderen unterscheidet man verdrängend wachsende und infiltrierend wachsende Tumore. Verdrängend wachsende Tumore sind raumfordernde Gewebewucherungen und infiltrierend wachsende Tumore wachsen in bestehendes Gewebe hinein. Tumore können bei allen Gewebsarten entstehen.
Wie erkenne ich Tumore?
So unterschiedlich wie die Tumore selbst, sind auch deren Symptome und oft kann nur der Tierarzt die entsprechende Diagnose stellen. Aber es gibt ein paar Dinge auf die Du achten kannst, wie z.B. Knubbel unter oder auf der Haut. Hierbei ist wichtig, dass gutartige Tumore sich verschieben lassen, während bösartige Tumore fest im umliegenden Gewebe verankert sind.
Was soll ich tun?
Das Wichtigste ist, dass Du den Hamster möglichst bald einem Tierarzt vorstellst!!
Warum möglichst bald? Tumore wachsen - je nach Art – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Manche wachsen sehr langsam, andere aber wiederum sehr schnell. Somit gibt es einige Tumorarten, bei denen die Aussicht auf erfolgreiche Heilung nur dann gegeben ist, wenn er möglichst bald behandelt wird.
Um dem Tier nicht zu schaden, solltest Du den Tumor absolut in Ruhe lassen, da ein Betasten oder Drücken dem Tier nicht nur unangenehm, ja schmerzhaft, sein kann, sondern auch , weil die Wucherung aufplatzen könnte.
Beim Tierarzt
Als Erstes wird der Tierarzt einen Sicht- und Tastbefund durchführen. Wenn nicht sicher ist, ob es ein Tumor oder vielleicht doch ein Abszess ist, dann wird eventuell auch eine Punktion (Gewebeentnahme) vorgenommen um die Diagnose abzusichern. Es gibt zwar Medikamente, die das Gewebe zusammenziehen und somit die Gewebevermehrung verkleinern sollen, aber gerade bei bösartigen Tumoren ist eine Operation meist die einzige Möglichkeit. Wir empfehlen einen bösartigen Tumor bei OP-Tauglichkeit des Hamsters auf jeden Fall sobald als möglich operieren zu lassen, damit der Tumor keine weiteren Metastasen bilden kann. Ob ein gutartiger Tumor operiert werden soll oder nicht, hängt sowohl von der Art, Lage und Größe des Tumors ab, als auch vom Allgemeinbefinden und Gesundheitszustand des Hamsters. Hierbei solltest Du nicht außer Acht lassen, dass gerade bei einem so kleinen Tier, wie dem Hamster, das Narkoserisiko relativ hoch ist.
Therapie, weitere Behandlungen und Maßnahmen
Wenn eine Operation durchgeführt wurde, so solltst Du den Hamster bis zur völligen Abheilung der Wunde auf Toilettenpapier/Küchenrolle/Zellstoff halten, damit die Wunde frei von Verschmutzungen oder Verletzungen bleibt. Außerdem solltest Du alle Einrichtungsgegenstände bis aufs Häusschen, die Tränke, Wasserschale und Futternapf entfernen, da diese ebenfalls ein erhöhtes Verletzungsrisiko bieten.
Weitere Maßnahmen sind einerseits die unbedingte Verabreichung eines Antibiotikums und Schmerzmittels, als auch die regelmäßige Wundkontrolle mit Wunddesinfektion, wenn notwendig.
Bei bösartigen Tumoren solltest Du auf jeden Fall kontrollieren lassen, ob der Tumor vielleicht bereits Metastasen gebildet hat. Wenn ein bösartiger Tumor diagnostiziert wird, empfehlen wir den Hamster zu päppeln und ihn mit Vitaminpräparaten zu versorgen, da Karzenome den Körper extrem belasten und schwächen.
- Details
- Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23. September 2011 23:58
- Veröffentlichungsdatum
- Geschrieben von Jasmin Rosenkranz
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